Tresor versichern: so bekommen Sie den vollen Schutz
Welche Anforderungen Versicherer wirklich stellen, welche Summen ohne Tresor gelten und was Zertifizierung, Verankerung und Alarmanlage an Ihrer Deckung aendern.
Ein Tresor schützt zuerst physisch. Damit er auch versicherungsrechtlich wirkt, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Wer sie kennt, bekommt für dasselbe Gerät eine deutlich höhere Deckung.
Maßgeblich ist immer Ihre Versicherungsurkunde, nicht die allgemeine Marktpraxis. Die versicherungsrechtlichen Anforderungen an den Tresor stehen dort ausdrücklich drin. Alles, was Sie hier lesen, sind Richtwerte, mit denen Sie das Gespräch vorbereiten können.
In vier Schritten zum Versicherungsschutz
- Versicherungsbedingungen prüfen. Entnehmen Sie die Anforderungen an den Tresor Ihrer Versicherungsurkunde. Dort steht, welcher Widerstandsgrad, welches Gewicht und welche Verankerung verlangt werden.
- Zertifizierten Tresor kaufen. Achten Sie auf die Prüfplakette an der Türinnenseite. Ohne sie gilt der Tresor als nicht zertifiziert, unabhängig davon wie massiv er gebaut ist.
- Dokumentation sammeln. Belege, Kontoauszüge oder Fotos des Inhalts. Bei hochwertigen Stücken zusätzlich ein Wertgutachten vom Juwelier. Im Schadensfall ist das der Unterschied zwischen Erstattung und Diskussion.
- Absichern lassen. Sind die Bedingungen erfüllt, haftet die Versicherung für Diebstahl und Beschädigung des Tresors.
Was Versicherer typischerweise verlangen
- Zertifizierung
- Alle Versicherer fordern eine offizielle Zertifizierung, die den Widerstandsgrad garantiert. Anerkannt sind die Prüfstellen VdS, ECB-S, VSÖ und IMP.
- Zahlenschloss
- Manche Versicherer verlangen ausdrücklich ein elektronisches Schloss. Der Grund ist einleuchtend: Es gibt keinen Schlüssel, den ein Einbrecher in der Umgebung finden könnte. Mehr dazu unter Tresorschlösser.
- Fachmännische Verankerung
- Bei Tresoren unter 1.000 Kilogramm fordern viele Versicherer eine fachgerechte Verankerung. Unsere Techniker übernehmen sie auf Wunsch und stellen eine Bescheinigung aus, siehe Lieferung und Montage.
- Mindestgewicht
- Einige Versicherer nennen zusätzlich zur Sicherheitsstufe ein Mindestgewicht. Das ist kein Widerspruch zur Verankerungspflicht, sondern eine zweite Hürde gegen das Wegtragen.
Was ohne Tresor abgedeckt ist
Die Hausratversicherung deckt Wertsachen auch ohne Tresor ab, allerdings nur bis zu vergleichsweise niedrigen Grenzen. Diese Richtwerte sind marktüblich:
| Wertgegenstand | Typische Grenze ohne Tresor |
|---|---|
| Bargeld | 1.000 bis 10.000 € |
| Wertpapiere | 3.000 bis 5.000 € |
| Schmuck | bis 20.000 € |
Richtwerte der Versicherungswirtschaft. Im Einzelfall entscheidet Ihr Versicherer.
Höhere Summen setzen ein zertifiziertes Wertschutzbehältnis voraus. Welcher Grad zu welcher Summe gehört, rechnet Ihnen der Rechner im Ratgeber Tresor Sicherheitsstufen aus.
Ist der Tresor an eine Einbruchmeldeanlage angeschlossen, erhöhen viele Versicherer die anerkannte Versicherungssumme deutlich, häufig auf das Doppelte. Nur ein Teil unserer Modelle ist dafür vorbereitet, das hängt nicht am Widerstandsgrad. Fragen Sie uns gern danach.








